Der ABF Unternehmensverbund in Fürth weiß, dass er sich digitaler aufstellen muss. Über das Angebot einer klassischen Apotheke hinaus zeichnet sich die ABF inzwischen durch ein breites Portfolio pharmazeutischer Dienstleistungen mit hohem Spezialisierungsgrad aus. Von der Betreuung schwerst- und chronisch Kranker über die pharmazeutische Beratung bis hin zur Herstellung patientenindividueller Arzneimittel und der deutschlandweiten Auslieferung durch die eigene Logistik. Um die richtigen Fragen zu definieren und eine passende Strategie für die digitale Weiterentwicklung des Unternehmens zu entwickeln, entschied sich ABF für den IT-Dienstleister Silbury Deutschland GmbH.

Klaus Stefan Maurer
Marketing-Leiter bei ABF

Zur Entscheidung für Silbury sagt Klaus Stefan Maurer, Marketing-Leiter bei ABF: „Neben der regionalen Nähe war uns vor allem die fachliche Expertise wichtig, komplexe Zusammenhänge und Abhängigkeiten überblicken und strukturieren zu können. Mit Silbury haben wir bereits im Rahmen der Konzeption unseres Bestellportals strategisch und konzeptionell zusammengearbeitet. Auf Basis dieser positiven Erfahrung sind wir erneut auf Silbury zugegangen.“

Das Familienunternehmen mit knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sich bereits 2019 auf den Weg in die digitale Zukunft gemacht. Damals wurde im Bereich Apotheke ein Bestellportal für augenärztliche Praxen ausgerollt, das den Ansprüchen der Ärzte- und Praxen-Zielgruppe entgegenkommt. Bei allen Digitalisierungsprojekten steht ABF jedoch vor einer besonderen Herausforderung. Als pharmazeutisches Unternehmen sind sie Teil eines regulierten Marktes und müssen deshalb auf spezifische Rahmenbedingungen und Parameter Rücksicht nehmen.

Rasche Veränderung auf dem Pharmamarkt – ABF geht die Transformation aktiv an

ABF wollte zusammen mit Silbury zunächst die zahlreichen Anforderungen der vielschichtigen Zielgruppen- und Kundengruppen identifizieren. Dem Unternehmensverbund war von Anfang an klar, dass er die zahlreichen und unterschiedlichen Anforderungen clustern und priorisieren musste. Nur so würde ABF einen Plan für die nächsten Jahre aufstellen können, der umsetzbar aber auch flexibel ist. Das Ziel war eine Art digitaler Landkarte, die aufzeigt, wo ABF aktuell steht und welche Potenziale das Unternehmen noch heben kann.

Daniel M. Richter
Consulting Lead & Agile Coach

Um die Anforderungen verschiedener Schnittstellen und Systeme zu sammeln und zu orchestrieren, hat Silbury Consulting Lead und Agile Coach Daniel M. Richter einen Management-Workshop durchgeführt. Unter Einbeziehung interner Stakeholdergruppen wurde so die Grundlage für eine umfangreiche Bestandsaufnahme bereits vorhandener Veränderungsinitiativen gebildet.

Silbury setzt auf bewährte Methoden des agilen Coachings und agiert prozessbegleitend über vier Phasen des Festhaltens der Ausgangslage, der detaillierten Analyse, dem Aufbau eines fundierten Konzepts und der finalen Planungsphase. Im kompletten Durchlauf des Zyklus sind im Projekt mit ABF passende Kreativwerkzeuge zum Einsatz gekommen – immer mit dem Zweck, die individuelle Schaffenskraft aller Beteiligten maximal zu nutzen und die Kreation innovativer Ideen zu fördern. Am Ende des dreimonatigen Coachings hat ABF einen visualisierten Projektplan in der Darstellung einer kreativ gestalteten Karte erhalten – der Digitalen Landkarte.

Eine Digitale Landkarte visualisiert die Möglichkeiten des „ABF-Kosmos“

Mit der Digitalen Landkarte hat sich ABF den Weg in die digitale Zukunft des Unternehmens strukturiert erarbeitet und in einem nachhaltigen und verständlichen Format festgehalten. Die wertvolle Zuarbeit von Führungskräften und Fachexperten und die gemeinsam entwickelten Lösungen haben auf der Digitalen Landkarte Präsenz gewonnen und erscheinen in einem eingängigen Gesamtbild. Und nicht allein die ausgearbeitete Landkarte besitzt Mehrwert für die Zukunftsplanung der ABF: Im Paket hat Silbury dem Kunden einen umsetzbaren Rolloutplan mitgeliefert, mit dem die getesteten und validierten Lösungen in den Praxiseinsatz überführt werden können.

Dazu Klaus Stefan Maurer: „Wir profitieren von der erreichten Lösung, also von unserer Digitalen Landkarte von Silbury, an vielen Punkten der unternehmerischen Weiterentwicklung. Zum einen bietet sie uns durch ihren modularen bzw. phasenorientierten Aufbau eine Art Step-by-step-Vorgehensweise, zum anderen aber auch die Möglichkeit, relevante Teilprojekte vorzuziehen und auf ihre Integrierbarkeit in den gesamten ‚ABF Kosmos‘ zu prüfen.“

Erste grundlegende Projekte auf der Landkarte hat ABF bereits erschlossen. Der erfolgreiche Relaunch der Corporate Website spiegelt die drei Unternehmen im Verbund verständlich wider: ABF-Apotheke, ABF-Pharmazie und ABF-Synergie. Die Grundlage ist somit geschaffen, um die individuellen Anforderungen von Markt, Kunden und Zielgruppen besser zu integrieren. Außerdem hat ABF bereits u.a. die Patientenplattformen „KREBS & ICH“ und „HÄMOPHILIE & ICH“ zielführend mit dem ABF Online-Shop verbunden: „ABF-Fachapotheke – die spezialisierte Versandapotheke“.

Trotz pandemiebedingter Einschränkungen bei der Durchführung analog angesetzter Workshops, hat das gemeinsame Projektteam das Vorhaben in gut 12 Wochen unter Verwendung digitaler Kollaborationstools und in enger Zusammenarbeit erfolgreich zum Ziel geführt. Mit der Leistung von Silbury war ABF sehr zufrieden.

„Die Planung und die Durchführung unserer Workshops hat sehr gut geklappt und zu den vorgesehenen Ergebnissen geführt. Hervorzuheben ist insbesondere die kooperative Planung und die jederzeit flexible Durchführung von Silbury. Besonders auch unter den erschwerenden Rahmenbedingungen der beginnenden Corona-Pandemie“, fasst Marketing-Leiter Klaus Stefan Maurer zusammen.

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